Die Simonton-Methode begleitet Menschen, deren Leben eine schwere Erkrankung verändert hat: den Alltag, die Pläne und oft auch den Blick auf sich selbst. Neben der ärztlichen Behandlung wünschen sich viele, selbst etwas tun zu können. Die Methode, auch Simonton-Therapie oder Simonton-Training genannt, verbindet dafür Entspannung und Meditation, Vorstellungsübungen und Gespräche. In meiner Praxis in Villingen-Schwenningen begleite ich Sie damit ergänzend zu Ihrer ärztlichen Behandlung.
Methode
Was ist die Simonton-Methode?
Entwickelt haben die Methode in den 1970er-Jahren der amerikanische Arzt und Strahlentherapeut O. Carl Simonton und Stephanie Matthews-Simonton. Sie gingen davon aus, dass Gedanken, Gefühle und innere Bilder beeinflussen, wie ein Mensch seine Erkrankung erlebt und mit ihr umgeht.
Entspannung und Vorstellungsübungen, wie die Methode sie nutzt, gibt es heute in vielen Begleitangeboten, auch in Kliniken und in der Rehabilitation.
Bausteine
Was gehört zur Simonton-Methode?
Die Methode verbindet vier Bausteine:
Entspannung
Übungen, mit denen Sie Körper und Atem zur Ruhe bringen, auch zu Hause.
Innere Bilder
Angeleitete Vorstellungsübungen, oft Simonton-Meditation genannt, mit Bildern, die für Sie Ruhe, Kraft und Zuversicht bedeuten.
Gedanken
Belastende Gedanken erkennen und Sätze finden, die Sie stärken.
Kraftquellen
Was Ihnen Freude macht, bekommt bewusst Platz im Alltag: Bewegung, Menschen, gute Momente.
Zeichnen
Warum zeichnet man in der Simonton-Methode?
Wer möchte, bringt seine inneren Bilder aufs Papier. Dabei geht es nicht um Kunst oder Talent, sondern darum, sichtbar zu machen, was sich mit Worten schwer sagen lässt: wie Sie Ihre Situation erleben, was Ihnen Sorgen macht und was Ihnen Kraft gibt. Über das Bild kommen wir ins Gespräch.
Im Lauf der Begleitung dürfen sich die Bilder verändern. Oft zeigt sich darin, wie sich auch der Blick auf die eigene Situation wandelt. Ihre Zeichnungen bleiben vertraulich.

Ablauf
Wie läuft die Begleitung ab?
Die Begleitung umfasst mehrere Sitzungen von etwa 60 Minuten, anfangs meist einmal in der Woche; wie viele es werden, entscheiden wir gemeinsam. Dabei gehen wir diese vier Schritte.
Kennenlernen
Sie erzählen, was Sie gerade beschäftigt, und wir klären, was Sie sich von der Begleitung wünschen. Ich frage auch nach Ihrer ärztlichen Behandlung, damit beides gut zusammenpasst.
Entspannen
Sie lernen eine Entspannungsübung, die Sie auch zu Hause anwenden können.
Innere Bilder
Angeleitet entwickeln Sie Bilder, die für Sie Ruhe und Kraft bedeuten, und halten sie, wenn Sie möchten, in einer Zeichnung fest.
Alltag
Gemeinsam schauen wir, welche Gedanken Sie belasten und was Ihnen guttut, und überlegen kleine Schritte bis zum nächsten Termin.
Für wen ist die Simonton-Methode gedacht?
Für Menschen, die mit einer schweren Erkrankung leben, während oder nach der ärztlichen Behandlung. Auf Wunsch kann eine vertraute Person Sie zu den Sitzungen begleiten.
Muss ich immer positiv denken?
Nein. Alle Gefühle dürfen da sein, auch Angst, Wut und Trauer. Und niemand ist an seiner Erkrankung schuld, auch nicht durch seine Gedanken.
Muss ich gut zeichnen können?
Nein. Es zählt nicht, wie das Bild aussieht, sondern was Sie damit ausdrücken. Wer nicht zeichnen möchte, muss es nicht.
Zahlt die Krankenkasse die Begleitung?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt Behandlungen beim Heilpraktiker in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen, Zusatzversicherungen und die Beihilfe erstatten je nach Tarif. Mehr dazu finden Sie unter Kosten & Erstattung.
Lass dir alles geschehn: Schönheit und Schrecken. Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.
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Thema: Seele & Begleitung





